Eine aktive und eine reflexive Phase führen die Jugendlichen zum Bewusstwerden der Risiken des Alkoholkonsums.

Phase 1: Das Erleben der Party

Es werden Rollenkarten ausgegeben und die Teilnehmer/innen kommen miteinander in Kontakt. Es wird  getanzt, geplaudert, geflirtet und an der Bar „getrunken“. (Fingierte) Cocktails, Whiskey und andere Alkoholika werden symbolisch in Form von roten Spielchips über die Theke gereicht. Wie in der Realität haben manche Partygänger Glück: Zieht der Teilnehmer die richtige Ereigniskarte ist das Leben wunderschön, weil er in der neuen In-Clique dabei ist oder sich getraut hat, ein/en Mädchen/Jungen anzusprechen. Nach fortgesetztem Konsum kann man aber auch in Schwierigkeiten geraten. Wer Pech hat, findet sich auf der Polizeistation, im Krankenhaus oder gar auf dem Friedhof wieder.

Phase 2: Reflexion und Auswertung

Durch die Simulation werden die möglichen Risiken, ebenso wie der Gruppendruck der auf solchen Veranstaltungen herrscht, greifbar. Jetzt werden die Partyerlebnisse aufgegriffen und bewertet. Gerade für die Partygänger ist ein großer Wiedererkennungswert gewährleistet. Oft erst wenn sie negative Konsequenzen erfahren haben, beginnen die Teilnehmer den Ernst hinter den Normen des Trinkens zu sehen. Interessant ist auch, andere über ihre Erfahrungen sprechen zu hören. Die von Teilnehmenden der Auswertung geschilderten Gefühle beim "Erleben" der negativen Konsequenzen wie z.B. ein Krankenhausaufenthalt oder eine ungewollte Schwangerschaft, wirkt auf die anderen so, als wäre das Ereignis wirklich geschehen. Durch die verschiedenen Auswertungsmethoden erkennen die Teilnehmer/innen, welche Entscheidungen sie getroffen haben und wie diese durch den Gruppendruck beeinflusst wurden.